
Als "Vedisch" wird hier die ältere, auf dem westlichen Dialekt basierende, Ausprägung des Altindischen (Altindoarischen), bezeichnet. Das Vedisch wurde vom Panjab aus über Indien verbreitet, ca. 1200 bis 500 v.u.Z. Es ist eine Großcorpussprache der kultgebundenen Dichtung und Prosa: Götterlieder (Rigveda), Zauberlieder, Opfersprüche, Ritualerläuterungen (Brahmanas).
Alle Texte sind auf mündlicher Basis verfasst, kodifiziert und redigiert, bis in die Gegenwart schulmäßig mündlich überliefert. Schriftliche Aufzeichnung ab 1000 n.u.Z.
Wir werden uns vor allem mit der Lektüre des Rigveda beschäftigen. Das Lernziel ist es, die Hymnen des Rigveda mit Hilfe von A.Macdonells Grammatik und H. Grassmanns Wörterbuch, selbständig grammatisch analysieren zu können.
Texte werden zur Verfügung gestellt.
Voraussetzung: Sanskritkenntnisse, mindestens im Umfang eines Semesters.
Der Kurs findet erstmal digital online jeden Freitag 12:15 bis 13:45 statt.
Das Passwort für die Anmeldung ist Vedisch 2020.
Falls Sie Fragen haben, melden Sie sich bitte bei Herrn Serikov unter serikov@em.uni-frankfurt.de und vladserikov@hotmail.com.
Literatur:
1. A. A. Macdonell, A Vedic Grammar for Students, (beliebige Ausgabe).
http://www.theasis.net/RgV/Vedic_Grammar_for_Students.pdf
2. H. Grassmann, Wörterbuch zum Rig-Veda, (belibiege Ausgabe).
https://www.sanskrit-lexicon.uni-koeln.de/scans/GRAScan/2020/web/index.php
3. A. Korn, Metrik und metrische Techniken im Rigveda, Wien 1998.
4. E. Dahl, Time, Tense and Aspect in Early Vedic Grammar. Exploring Inflectional Semantics in the Rigveda, Leiden 2010.
5. Vedische Texte online: http://titus.uni-frankfurt.de/indexd.htm?/texte/texte.htm
- Trainer/in: Vladislav Serikov