In
Absetzung von Carl Schmitts Konzept „politischer Theologie“ hat Johann B. Metz
ein äußerst wirkmächtiges Verständnis „neuer politischer Theologie“ entwickelt.
Ihm ging es primär darum, „die christliche Rede von Gott der Privatisierung zu
entreißen“ und das öffentliche Potenzial des christlichen Glaubens zu
erschließen. Die „gefährliche Erinnerung“ die christliche Gottrede wachhält,
wirkt sozialkritisch und ideologiekritisch. Das damit verbundene Programm hat
für die Theologie zugleich erkenntnistheoretische Bedeutung, weil die Stimmen
der „Opfer der Geschichte“ ins Zentrum der Theologie rücken. – Wie ist dieses
Programm heute zu bewerten, welche Entwicklung hat es durchgemacht, welche
Neuansätze hat es inspiriert? (Wie) ist ein öffentlicher Charakter des
christlichen Glaubens heute noch (oder wieder) zu erschließen?
- Trainer/in: Lea Hüttel
- Trainer/in: Christof Mandry
- Trainer/in: Carla N.A. Sicking
- Trainer/in: Mate Skarica