Die documenta fifteen findet in Kassel statt – und sie orientiert sich an der Idee der ‚gemeinschaftlich genutzten Reisscheune‘, lumbung. Grundsätze wie Kollektivität, gemeinschaftlicher Ressourcenaufbau und gerechte Verteilung prägen das künstlerische und ökonomische Modell – Themen, die für religiöse Bildung und das Verstehen und Entwickeln von Religion in der Gegenwart von hoher Relevanz sind.

Die Kasseler Documenta gilt als Seismograph der gegenwärtigen und künftigen ästhetischen Entwicklung und Praxis: Kaum an einem anderen Ort kommt man näher dran an diese Gegenwart, und wie sie sich entwickeln wird. Daher eröffnen sich hier für theologische Fragen und religiöse Bildung besondere Möglichkeiten. Mit einem Besuch der documenta fifteen lassen sich Anforderungen entwickeln und ergründen, die sich in der Welt von heute stellen. Dies kann unbequem und irritierend sein, kann aber auch zutiefst bereichernd und inspirativ für die eigene Konzeption der Gegenwart werden, die für eine Theologie von heute und für angehende Religionslehrkräfte höchst bedeutsam ist. Neben einer Einführung in die Betrachtung und Reflexion von Kunstwerken und künstlerischen Interventionen soll in diesem Seminar der Frage nachgegangen werden, inwieweit die ästhetische Herausforderung das ästhetische und religiöse Lernen – auch im Religionsunterricht – befruchten kann.

 

Das Seminar wird in Kooperation mit der Professur für Wirtschaftsethik / christliche Gesellschaftsethik und Sozialphilosophie (PTH Sankt Georgen, Prof. Dr. Bernhard Emunds) und der Professur für Religionspädagogik der Universität Kassel (Prof. Dr. Annegret Reese-Schnitker) veranstaltet. Von jedem Standort können 10 Studierende am Seminar teilnehmen. Die Studierenden arbeiten vorbereitend in hochschulübergreifenden Kleingruppen.

Wichtig: Verbindliche Anmeldung bei c.tobin@em.uni-frankfurt.de bis zum 18. April 2022!

 

Es entstehen Kosten für Eintritt und Übernachtung von etw 150€ pro Person (zzgl. Verpflegung), die selbst getragen werden müssen. Wir bemühen uns im Vorfeld um Förderungen, um die Kosten noch deutlich zu senken.