Gebäude von Religionsgemeinschaften sind vielfach höchst umstrittene Orte. Dies gilt sowohl in Bezug auf gesellschaftspolitische Anfragen, religionsfeindliche Angriffe als auch in Bezug auf inter- oder innerreligiöse Debatten und Konflikte, wie z.B. die Umwidmung von Kirchen oder den Streit um Moscheebauten. Zugleich sind Gebetsräume am Flughafen, Kapellen in Krankenhäusern, Friedhöfe oder auch virtuelle Meditationszentren für viele Menschen wichtige Rückzugsorte, die z.B. eine Unterbrechung des Alltags oder eine innere Sammlung ermöglichen. Sie können Räume des Gebets und der Stille, des Gottesdienstes, der Meditation oder der interreligiösen Begegnung sein. Ausgehend von Frankfurter Gebäuden und religiös genutzten Räumen soll die facettenreiche Frage nach den sich verändernden Orten und Funktionen des Religiösen in (post-)säkularer Gesellschaft sehr konkret erörtert werden.