Im Seminar werden wir uns mit der Konzeption der "Narrativen Ethik" bzw. "Literaturethik" auseinandersetzen, die seit einigen Jahren in der (Theologischen) Ethik entwickelt wird. In diesem Ansatz geht es darum, Kompetenzen der ethischen Reflexion, Imagination und Modellbildung im Dialog mit narrativen Formen zu entfalten und als offene Modellbildung der normativen Engführung ethischer Urteilsbildung zur Seite zu stellen.
Im zweiten Teil des Seminars soll es im Sinne einer konkreten Praxis ethisch-theologischer Lektüre um ausgewählte Texte der so genannten Holocaust-Literatur mit Schwerpunkt: Imre Kertész gehen, die wir u. a. mit Selbstzeugnissen der "Täter" und literarischen Annäherungen der Nachgeborenen konfrontieren werden.