Den roten Faden der Vorlesung bilden die allgemeinen Konzilien seit dem
Spätmittelalter: die Reformkonzilien des 15. Jahrhunderts, das Konzil von
Trient als Reaktion auf die Reformation sowie Vaticanum I und Vaticanum
II. Neben der im Titel angedeuteten historisch-ekklesiologischen
Grundproblematik "Konzil und Papst", also der Spannung zwischen synodalen
und monarchischen Formen der Kirchenleitung, wird dabei für die
Reformationszeit und die Frühe Neuzeit auch die allgemeine
Christentumsgeschichte in den Blick genommen, u.a. die
"Konfessionalisierung" als ein Gesamtprozeß, in dem sich Verkirchlichung,
Sozialdisziplinierung und frühmoderne Staatsbildung verbanden.