Bei kaum einem anderen Theologen verbinden sich biographische und
theologische Reflexion so stark wie bei John Henry Newman, der zuerst das hochkirchliche "Oxford Movement" in der anglikanischen Kirche
mitbestimmte und nach seiner Konversion zum römischen Katholizismus
(1845) zu einem wichtigen Bezugspunkt für eine nicht-neuscholastische
Theologie und eine gewissenszentrierte Glaubenspraxis wurde. Newmans
Analysen von Dogmenentwicklung und Glaubenszustimmung, von universitärer Bildung und pastoraler Praxis sind bis heute aktuell geblieben.