Welche „Spuren des Glaubens“ lassen sich in der Geschichte feststellen? In welchen Formen äußerte sich zu früheren Zeiten der christliche Glaube? Bei der Beantwortung dieser Fragen verfolgt das Proseminar verfolgt zwei Ziele: Zum einen sollen die Teilnehmer_innen mit den Methoden und Ansätzen der Kirchengeschichte als Wissenschaftsdisziplin allgemein vertraut gemacht werden. Zum anderen werden „Spuren des Glaubens“  an einzelnen exemplarischen Themen der zweitausendjährigen Geschichte der Kirche erarbeitet. Die Kirchengeschichte versteht sich als Disziplin im theologischen Fächerkanon – zugleich arbeitet sie mit historisch-kritischen Methoden, die sie mit der (allgemeinen) Geschichtswissenschaft gemein hat. Dieses Selbstverständnis wird im Proseminar genauer betrachtet werden. Zugleich werden die Student_innen in die spezifischen Arbeitsweisen und Hilfsmittel der Kirchengeschichte eingeführt, die sie zum Weiterstudium befähigen sollen. An exemplarischen Themen diverser kirchengeschichtlicher Epochen (Mönchtum, Reformation, Zweites Vatikanum) werden inhaltliche Vertiefungen vorgenommen. Dabei sollen die Teilnehmer_innen erste Einblicke in die geschichtlichen Prozesse erhalten und lernen, sich mit strittigen Forschungsfragen auseinanderzusetzen. Exemplarisch können auch Einsatzmöglichkeiten und Methoden der Kirchengeschichte im Religionsunterricht besprochen werden, um auch in der Schule historischen „Spuren des Glaubens“ nachspüren zu können.