Im Kontext der Verhältnisbestimmung von Religion und moderner Gesellschaft geraten die Intuitionen des amerikanischen Pragmatismus zunehmend ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Von besonderem Interesse ist dabei der Ansatz John Deweys, der den Sinn menschlicher Religiosität über solche Zusammenhänge erschließt, die zunächst säkularen Charakter haben. Dazu zählen neben Deweys Verhaltenspsychologie und seiner Theorie der Forschung auch seine Überlegungen zur Ästhetik und seine Demokratietheorie. Im Seminar werden wir ausgewählte Passagen aus Deweys einschlägigen Werken zu den genannten Themenfeldern lesen und von dort aus nach der Plausibilität von Deweys Konzeption des Religiösen fragen.