Unter dem Vorzeichen der Globalisierung vollziehen sich seit einigen Jahrzehnten zwei ineinandergreifende Entwicklungen: die Verbreitung eines religiösen Fanatismus und Fundamentalismus quer durch die Religionen zum einen; die Fortentwicklung der Moderne hin zu einer weltumspannenden, plural-säkularen Gesellschaft zum anderen. In dieser Situation hat sich das Christentum von neuem der zweifachen Aufgabe zu stellen, sich seiner Glaubens-Grundlagen zu vergewissern und diese vor allem in einer „weltlich“ gewordenen Welt darzulegen und zu begründen.