Was sind die Grundlagen des abendländischen Mönchtums und wie veränderte es sich im Laufe der Jahrhunderte? Wie stellte sich das Verhältnis von Kirche und "Staat"/weltlicher Macht in verschiedenen Epochen - zur Zeit Kaiser Konstantins, im Hochmittelalter, am Beginn des 19. Jahrhunderts - dar? Wie kam es zur Reformation? Und was war das Zweite Vatikanische Konzil?

Wer sich solchen Fragen mit wissenschaftlichem Anspruch nähern möchte, muss methodische und inhaltliche Grundlagen der Kirchengeschichte kennen. Das Proseminar "Glaube und Geschichte" möchte diese Grundlagen anhand ausgewählter Themenbereiche aus verschiedenen Epochen vermitteln und dazu befähigen, im weiteren Studium und in der beruflichen Praxis, kirchengeschichtliche Themen mit den entsprechenden Hilfsmitteln kritisch verantwortet zu erarbeiten. Darüber hinaus soll die Kirchengeschichte auch als historische und theologische Disziplin in den Blick genommen werden. Denn, wer sich mit der „Geschichte des geglaubten Gottes“ (A. Holzem) auseinandersetzt, dem öffnet sich nicht zuletzt auch die theologische Relevanz der "furchtbar-fruchtbaren" Spannung von Glaube und Geschichte.