Die moderne Medizin ermöglicht vielfache Interventionen in den

menschlichen Körper, die noch vor fünfzig Jahren undenkbar waren. Ein

besonders umkämpftes Handlungsfeld ist dabei die biomedizinische

Intervention in das Leben vor der Geburt.

Im interdisziplinären Seminar sollen die rechtlichen und ethischen

Fragen erörtert werden, die sich im Kontext der Diagnostik,

Reproduktionsmedizin sowie der Stammzellforschung stellen. Insbesondere

werden die Fragen der Pränataldiagnostik, Präimplantationsdiagnostik,

prädiktive Diagnostik, des medizinisch indizierten

Schwangerschaftsabbruchs, der assistierten Fortpflanzungstechnologien,

dem Fetozid sowie der Embryonen- und Stammzellforschung jeweils in

rechtlicher und ethischer Relevanz diskutiert werden.

Alle Fragestellungen werden (auch) unter geschlechtertheoretischer

Perspektive erörtert werden.