Arbeit war das zentrale Thema der frühen Katholischen Soziallehre. Angesichts
individualisierter Erwerbsarbeitsbiographien stellt sich die Frage nach der Arbeit heute in anderer Form als im späten 19. Jahrhundert - die Dringlichkeit einer ethischen Auseinandersetzung mit dem Thema ist allerdings genauso groß!
Wie gestaltet sich Arbeit in Zeiten der Globalisierung angesichts von
Transnationalisierung, internationaler Arbeitsteilung und Migrationsbewegungen? Wie verhalten sich Arbeit und Armut zueinander, wenn wir Themen wie „working poor" und Hartz IV, aber auch internationale Aspekte in den Blick nehmen?
Auch ein geschlechtsspezifischer Blick auf Arbeit und Armut, sowie grundsätzliche Fragen nach der Bedeutung von Arbeit für das Selbstverständnis des Menschen (Anerkennung, Identität) sind Gegenstand des Seminars. Im Wissen um die Komplexität des Themas möchten wir gemeinsam Überlegungen anstellen, wie eine angemessene Ethik der Arbeit heute aussehen kann.